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Im Schlamm versunken... Die Geschichte des Paderborner Marktplatzes.

28. Oktober 2014 bis 15. März 2015

Die Geschichte des Paderborner Marktplatzes wurde vom 28.10.2014 bis zum 15.3.2015 im Museum in der Kaiserpfalz neu aufgerollt: Die Sonderausstellung „Im Schlamm versunken …“ ermöglichte im Foyer des Museums einen neuen Blick in die Paderborner Vergangenheit.

Seltene und aufschlussreiche Funde zeigten die Ergebnisse der  Ausgrabungen in 2014 vor dem Paderborner Dom und führten die Besucher auf eine archäologische Spurensuche. Im Zuge der geplanten Neugestaltung des Platzes untersuchten die Archäologen diesen in engen Schnitten und machten dabei interessante Entdeckungen, die vom bunten Treiben auf dem Marktplatz über die Jahrhunderte hinweg zeugen und auch die Platz- und Grundstückssituation im Südteil der Domburg neu bewerten.

Der Markplatz, der Mitte des 12. Jahrhunderts angelegt wurde, war und ist für die Stadt ein bedeutendes historisches und touristisches Zentrum. Im Laufe der Jahrhunderte durchlief der Platz zahlreiche Veränderungen. Besonders im 13. und 14. Jahrhundert litt er unter der mangelnden Abfallentsorgung, der Müll der Anwohner sammelte sich auf dem Platz an und bildete übel riechende Schlammschichten. Immer, wenn es dem Bischof zu sehr stank, ließ er den Platz neu pflastern, so dass bis zu sieben Pflasterschichten und stinkender Unrat erhalten blieben. In diesen Schichten fanden die Archäologen eindrucksvolle Fundstücke, wie etwa das Siegel einer Papsturkunde oder ein Pilgerzeichen einer Marienwallfahrt, welche eindrucksvoll belegen, dass der durch Paderborn verlaufende Hellweg auch ein Pilgerweg war.